Arberia – Albanische Kultur in Kalabrien
Bereits seit über 500 Jahren spielt die albanische Kultur in rund 32 Dörfern in Kalabrien eine wichtige Rolle, besonders in den Dörfern Cività, Frascineto und San Demetrio Corone. Schon Anfang des 15. Jh. kamen die ersten Albaner als Soldaten nach Süditalien, um die Truppen von Alfons V. von Aragon im Kampf gegen die mächtigen Anjou zu unterstützen. Sie erhielten dafür als Dank für ihre Hilfe Territorien geschenkt, auf denen sie siedeln konnten. Nach der Eroberung Albaniens durch die Türken im Jahre 1478 begann daraufhin eine große Emigrationswelle aus ihrer Heimat.
Kalabrien
Einblicke in die albanische Kultur in Cività
In Cività wird einem auf kleinstem Raum ein interessantes und aufregendes Natur- und Kulturspektakel geboten. Schon bei der Ankunft in dem Dorf im Norden der Region trifft man auf Denkmäler des albanischen Nationalhelden: Ein Mauerbild zeigt Giorgio Kastriota bei seinem Kampf gegen die Türken, daneben steht eine Büste des „Skanderberg“, wie er auch genannt wird.
Bei einem Bummel durch die schöne Altstadt kann man in charakteristischem Ambiente an der Piazza nach einem kulturellen Tag köstliche albanische und kalabrische Spezialitäten verkosten. In dem zwischen 1478 und 1492 gegründeten Dorf Frascineto, welches nur wenige Kilometer von Cività entfernt liegt, können Folklorefreunde die 53 albanischen Trachten im Miniaturformat und einige Originaltrachten im „Museo del Costume Arbereshe“ bewundern. Die Arbereshe bewahrten sich nämlich stolz ihre Besonderheiten und so existiert auch heute nach rund 500 Jahren eine große Vielfalt an Kostümen.
Albanische Traditionen und Riten
Einen Einblick in die Kultur der Arberesh bietet das ethnografische Museum, in dem die typischen albanischen Trachten und festlichen Anlässe, sowie der einstige Alltag der Menschen in Cività gezeigt wird. Noch heute werden jedes Jahr am Dienstag nach Ostern bei dem bekannten Tanz „vallja“ die Trachten in den Farben Rot, Azur und Weiß mit Westen aus Gold bestickter Seide getragen
Die Albaner unterstehen der römischen Kirche und sind katholisch, praktizieren jedoch den griechisch-byzantinischen Ritus, welchen sie mit der orthodoxen Kirche teilen. Die Kirche Maria SS. Dell’Assunta in der Nähe des Museums fällt bereits beim Betreten wegen ihrer Andersartigkeit auf. Statt eines Weihwasserbeckens befindet sich hier ein Bild der Madonna, das die Gläubigen berühren, um sich dann zu bekreuzigen. Nach dem griechisch-byzantinischen Ritus bekreuzigt man sich allerdings von rechts nach links. Ebenso wird die Messe teils in Arberesh und teils auf Italienisch gelesen, da nicht alle Einwohner albanischer Abstammung sind.
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