UNESCO-Weltkulturerbe in Apulien

Apulien hat nicht nur traumhafte Landschaften und Küsten, sondern auch beeindruckende UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten zu bieten.

Das majestätische Castel del Monte

Seit 1996 zählt das Castel del Monte zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es thront alleinstehend und majestätisch auf einem 540 Meter hohen Hügel und überragt die unter ihm befindliche Ebene. Von seinen Zinnen erblickt man das Adriatische Meer. Schon der Historiker und Schriftsteller Ferdinand Gregorovius nannte das Castel "Die Krone Apuliens". Friedrich II. ließ das Castel del Monte von 1240 bis 1250 entlang seiner Verteidigungslinie in der Basilikata errichten. Es gehört zu den rätselhaftesten Bauten des Stauferkaisers.

Die Zahl „8“ hat bei diesem Bau eine große Bedeutung. Nicht nur verfügt das Castel über 8 Türme, auch der Innenhof und die 8 trapezförmigen Räume im Inneren verweisen auf die Besonderheit dieser Zahl, welche für den Erzengel Michael, die Unendlichkeit oder das Gleichgewicht steht. Rätselhaft ist ebenso sein Zweck, da es keinen Schlossgraben oder eine wirksame Verteidigungsanlage hat. Dies lässt vermuten, dass es reinen Repräsentationszwecken diente. Mit seinen aus Murgia stammenden Kalksteinen erstrahlt das Castel del Monte zu jeder Tageszeit in einem anderen Farbton.

Dies und die allgemeine Erscheinung des Castels unterstrichen in jedem Fall die Macht des Kaisers. Ob sich Friedrich II. je in diesem Bau aufhielt ist nicht belegt, jedoch weiß man, dass Karl I. von Anjou den Enkel Friedrichs einkerkern ließ. Mitte des 17. Jh. Wurde das Schloss ausgeplündert. 1876 wurde es vom italienischen Staat aufgekauft und ab 1928 restauriert. Mit neu gegründeten Initiativen engagierten sie sich für die historischen Höhlenkirchen und -behausungen.

Die einzigartigen Trulli in Alberobello

Alberobello ist eine Gemeinde in der Metropolitanstadt Bari. Sie ist vor allem durch ihre „Zipfelmützenhäuser“ bekannt, weshalb sie seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Ganze Stadtteile bestehen aus den sogenannten „Trulli“, den runden Hirtenhäusern mit dem spitzkegeligen Dach. Die Trulli gibt es nicht nur in Alberobello selbst, sondern sie finden sich auch im Umland. Mit 1.500 Trulli ist Alberobello jedoch die unangefochtene Trulli-Königin. Jährlich verzaubert die romantische Märchenstadt tausende Besucher aus aller Welt!

Die ersten Trulli wurden schätzungsweise bereits im 14. Jh. erbaut. In den Trulli-Vierteln „Rione Aia Piccola“ und „Rione Monti“ sind die ersten der eigenwilligen Kegelbauten entstanden. Die Bauweise wurde hauptsächlich eingeführt, um Steuern zu sparen. Da für den Bau der Trulli kein Mörtel verwendet wurde, konnten die Dächer aus Kalksteinplatten bei einem Besuch der kaiserlichen Kontrollkomission einfach abgenommen werden. Somit galten sie nicht als vollständige Häuser und es mussten keine Steuern entrichtet werden.

Über den Altstadt-Gassen des ansteigenden Bergviertels thront die 20m hohe „Chiesa di Sant’Antonio“, die – wie sollte es anders sein – eine Dachkonstruktion im Trulli-Stil hat. Es gibt auch ein Museum, das „Museo del Territorio e dell’Olio“, das aus rund 20 Trulli besteht. Hier findet man eine Dokumentation über den Ursprung und die Entstehung der Stadt Alberobello, sowie eine originelle Sammlung von Trulli-Dachspitzen, den „pinnacoli“.

Grotte di Castellana 

Der Ort Castellana Grotte liegt nicht weit von Alberobello entfernt. Auf dem Gebiet der Gemeinde findet man die „Grotte de Castellana“, eines der überwältigendsten Naturwunder im schönen Apulien. Sie sind seit 2006 Anwärter auf die Liste der Weltkulturerbe der UNESCO. Der Beginn der Entstehung der unterirdischen Höhlen reicht bis an die 90 Millionen Jahre zurück. Sie wurde im Jahr 1938 von Franco Anelli entdeckt und erkundet.

Das „Loch“ war bereits vorher bekannt, wurde aber hauptsächlich als Müllhalde benutzt. Für den etwa 3 Kilometer langen Besichtigungsrundgang steigt man 60 Meter in die Tiefe hinab. Hier entdeckt man eine erstaunliche Welt von Stalaktiten, Stalagmiten, Fossilien und engen Schluchten und Höhlen. Ein fantastisches Gebilde aus wundersamen Steinformationen, allein durch die Natur geformt. Der Höhepunkt der Erkundungstour ist die Grotta Bianca, welche als schönste Grotte der Welt gilt. Der filigrane Naturschrein aus feinsten Steinhäuten und –fäden kommt durch eine effektvolle Beleuchtung in voller Pracht zur Geltung.

Sassi di Matera 

Das in der angrenzenden Region Basilikata gelegene Matera gilt als die berühmteste Höhlenstadt der Welt. Seit 1993 gehören die Sassi di Matera zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schon 8000 v.Chr. zog das Tuffsteinplateau und die darunter liegende schattige Schlucht mit einem Bach Siedler an. Im 6. und 7. Jahrhundert kam es dann zu einer dauerhaften Besiedlung dieses Ortes durch die Basilianermönche aus Kleinasien. Hirten, Bauern und Handwerker ließen sich nieder.

Eine Ausbreitung der Sassi erfolgte durch die Übernahme der Normannen im 11. Jh. und zwei Höhlensiedlungen entstanden: Die Sasso Barisano und die Sasso Caveoso. Gut zwei Drittel der Marterani lebten noch bis Mitte des 20. Jh. in den Höhlen in Armut, Elend und Krankheit. Durch ein Gesetz im Jahr 1952 wurde die Evakuierung der Sassi angeordnet. So verließen im Jahr 1970 alle 15.000 Bewohner die Sassi. Anschließend fingen die Sassi di Matera an zu verfallen, da keiner der Bewohner wieder dort hin zurück wollte. Einen Aufschwung gab es 1975 durch einige Jugendliche, die es sich zum Ziel machten die Einzigartigkeit der Sassi zu erhalten.

Buchung und Information

Entdecken Sie die UNESCO-Weltkulturerbe Apuliens auf einer Rundreise für Gruppen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein personalisiertes Angebot für eine Gruppenreise nach Apulien in Italien - ganz nach Ihren Vorstellungen!

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage per Email, Telefon oder über unser Kontaktformular!

RUFEN SIE UNS AN

+49 611 945 879 42

UNSERE BELIEBTESTEN ANGEBOTE

Italiens wunderschönste & beliebteste Reiseangebote
  • MASSGESCHNEIDERTE
    ANGEBOTE
  • AUTHENTISCHE
    ITALIENERLEBNISSE
  • TOP-SPOTS &
    INSIDER TIPPS